Graf Lehndorff Institut für Pferdewissenschaften

 

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    Ausbildung zum Besamungsbeauftragten für Pferde

    Der nächste Kurs für Besamungsbeauftragte beim Pferd des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts und des Graf-Lehndorff-Instituts findet vom 15.1. bis 9.2. in Neustadt (Dosse) statt. Voraussetzung für diese Ausbildung ist eine abgeschlossene pferdewirtschaftliche oder landwirt-schaftliche Lehre oder ein Studium, in dem Tierzucht Teil der Ausbildung ist. Weitere Informationen erhalten Sie bei Manuela Wulf (manuela.wulf@neustaedter-gestuete.brandenburg.de) oder GOW Rolf Garbe (033970-5029151)

     

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    SVK-Hippologentagung 2017 am Haupt- u. Landgestüt Neustadt (Dosse)

    Die 25. Hippologentagung des SVK (Sachverständigenkuratoriums Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau, Landespflege, Weinbau, Binnenfischerei und Pferde) findet am 21. und 22. September 2017 am Graf-Lehndorff-Institut und am Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt statt.

     

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    Stutenfamilien unterscheiden sich in der Trächtigkeitsdauer und im Geschlechtsverhältnis der Fohlen

    Neustadts Stutenfamilien leben seit Generationen unter gleichen Haltungsbedingungen. Das ermöglicht eine präzise Analyse genetischer Unterschiede. Dr. Juliane Kuhl, Prof. Christine Aurich und Manuela Wulf vom Graf-Lehndorff-Institut haben zusammen mit Doz. Dr. Kathrin Stock vom Rechenzentrum Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung in Verden (Aller) genetische Unterschiede von Reproduktionsparametern zwischen den Stutenfamilien des Neustädter Hauptgestüts analysiert. Insgesamt gingen 640 Trächtigkeiten von 142 Stuten in die Analyse ein. Die Dauer der Trächtigkeit wird durch die Stutenfamilie deutlich beeinflusst und Stuten der P-Familie tragen z.B. signifikant länger als Stuten anderer Familien. Das Geschlechtsverhältnis der Fohlen wird neben der Stutenfamilie vor allem durch das Alter der Stute beeinflusst. Bei dreijährigen und über 12jährigen Stuten sind nur 30 bis 40% der Nachzucht Hengste, ein ausgeglichenes Geschlechtsverhältnis der Fohlen liegt dagegen bei den Stuten der mittleren Altersklassen vor. Die Untersuchungen sind vor kurzem in der renommierten fachübergreifenden Wissenschaftszeitschrift PLOS one erschienen - 6.10.2015

    Bild oben: Juliane Kuhl analysiert genetische Unterschiede zwischen den Neustädter Stutenfamilien.

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    Auf dem Rücken der Pferde – Reiten auf einem Pferd komplexer als auf Reitsimulator

    Um das Reiten zu trainieren, braucht es nicht unbedingt ein Pferd. Seit einigen Jahren gibt es sogenannte Reitsimulatoren, die es ermöglichen, bestimmte Bewegungsabläufe zu trainieren. Forschende der Vetmeduni Vienna untersuchten erstmals, ob es für Reiter und Reiterinnen einen Unterschied macht, am Pferd oder am Simulator zu trainieren. Das Ergebnis: Das Reiten auf einem Simulator ist körperlich weniger anstrengend und weniger komplex, jedoch stresst der Ritt auf einem Simulator zu Beginn mehr als auf einem richtigen Pferd. Die Ergebnisse wurden im Journal of Equine Veterinary Science publiziert.
    – 5.8.2015

    Bild oben: Ein Reitsimulator ermöglicht das Trainieren spezifischer Bewegungsabläufe im Sattel (Foto: Manuela Wulf)

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    Neue Publikationen zu Stress bei Pferden

    Zwei wissenschaftliche Arbeiten aus dem Graf-Lehndorff-Institut sind kürzlich in den internationalen Fachzeitschriften The Veterinary Journal und Domestic Animal Endocrinology erschienen. Bis zu 5.4.2015 sind beide Arbeiten über die folgenden Links kostenlos zugänglich

    (http://authors.elsevier.com/a/1QXor3trxKRPfw; http://authors.elsevier.com/a/1QYuN2eCPh9Ldf).

    – 23.2.2015

     

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    Stress beim Reiten – keine Frage des Geschlechts

    Welchen Einfluss das Geschlecht der Reitenden auf ihre Pferde hat, untersuchten Wissenschaftler/innen des Graf-Lehndorff-Instituts. Sie analysierten dazu Stressparameter bei Pferden sowie bei Reiterinnen und Reitern während eines Springparcours. Das Ergebnis: Der Kortisolspiegel der Pferde stieg zwar während des Reitens an, jedoch unabhängig davon, ob die Pferde von einer Frau oder einem Mann geritten wurden. Zwischen den untersuchten Reiterinnen und Reitern ließ sich kein Unterschied feststellen. Die Ergebnisse wurden im Journal of Comparative Exercise Physiology veröffentlicht – 11.8.2014

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    Stuten sind während der Geburt völlig entspannt

    Christina Nagel von der Vetmeduni Wien untersuchte am Graf-Lehndorff-Institut, was im Körper von Stuten bei ungestörten Geburten genau vor sich geht. Die Forscherin wies nach, dass sich Pferdemütter während der Geburt in einem Zustand der Ruhe und Entspannung befinden, ganz anders als zuvor angenommen. Die Ergebnisse wurden im Journal Theriogenology, einer führenden internationalen Fachzeitschrift für Fortpflanzungsmedizin bei Tieren, veröffentlicht. – 24.7.2014

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    Die Urpferde der Morgenröte

    Die Vorfahren unserer heutigen Pferde waren nur 35 bis 40 cm groß und lebten vor etwa 50 Mio Jahren. Dr. Jens Lorenz Franzen vom Frankfurter Senckenberg-Forschungsinstitut ist einer führenden Wissenschaftler in der Paläobiologie der Säugetiere und befaßt sich seit vielen Jahren mit im Olschiefer der Grube Messel bei Darmstadt und anderen Grabungsstellen konservierten Funden solcher Urpferde. In der Fortpflanzungsbiologie wiesen die Urpferde (Eurohippus messelensis) bereits viele Eigenschaften auf, die auch für die heutigen Pferde typisch sind. Anhand von Funden tragender Stuten von Eurohippus suchen Dr. Jens Franzen und Prof. Christine Aurich Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Trächtigkeit unserer heutigen Pferde. – 7.3.2014

    Bild oben: Präparierte Ablagerung einer tragenden Urpferdestute aus der Grube Messel (copyright Dr. J.L. Franzen, Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt / M)

     

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    Mikrochips erlauben eine zuverlässige Kennzeichnung von Pferden

    Die Notwendigkeit der Kennzeichnung von Pferden ist unumstritten. Dopingkontrollen, Pferdehandel, Erkennung von Arzneimittelrückständen oder die Beimischung von Pferdefleisch zu Rindfleischprodukten sind nur einige Beispiele aus den letzten Monaten, die zeigen wie wichtig es ist, Pferde eindeutig identifizieren zu können. Die Kennzeichnung mit Mikrochips hat Manuela Wulf am Graf-Lehndorff-Institut untersucht. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt in der internationalen Fachzeitschrift The Veterinary Journal erschienen. Über folgenden Link http://elsarticle.com/18AEoSC ist die Publikation bis zum 31.1.2014 online zugänglich. – 10.12.2013

     

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    Neustädter Stuten als wissenschaftliche Covergirls

    Die Studie von Natascha Ille zu Stressreaktionen von Pferd und Reiter beim Parcoursspringen ist im Novemberheft der Zeitschrift Animal Welfare erschienen. Die Forscherinnen des Lehndorff-Instituts haben die Untersuchungen im Frühjahr zusammen mit dem Team der Neustädter Hengstprüfungsanstalt um Heiko Bremer durchgeführt. Und mit der Publikation der Arbeit haben die Stuten des Neustädter Hauptgestüts es auf die Titelseite der renommierten Fachzeitschrift für Tierschutzforschung geschafft. Das Foto dafür hat Dr. Juliane Kuhl am Glasewaldstall aufgenommen (30.10.2013).

     

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    Lehndorff-Forschung auf der Equitana in Essen

    Dass Flugsimulatoren für das Training von Piloten eine wichtige Rolle spielen, ist bekannt. Aber Reitsimulatoren? Zwar wurde am französischen Reitsportleistungszentrum in Saumur bereits 1987 der erste Simulator zur Trainingsunterstützung eingesetzt, aber bislang werden solche Systeme nur wenig verwendet. Die Firma Racewood aus England hat jetzt verschiedene Simulatoren für die Disziplinen Springen, Dressur, Polo und Rennreiten entwickelt. Aber wie gut kann ein Simulator die Situation auf dem Pferd tatsächlich wiedergeben? Dieser Frage gehen das Team des Graf-Lehndorff-Instituts und Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts nach. Sechzehn Auszubildende des Gestüts haben im ersten Teil der Studie mit Pferd in Neustadt einen standardisierten Parcours gesprungen. Erstmals in Deutschland ist der Racewood Jumping Simulator auf der Equitana in Essen ausgestellt. Im zweiten Teil der Studie wird dort für die Neustädter Auszubildenden nun ein Parcours simuliert. Sitz, Einwirkung und Belastung der Reiter auf dem Simulator und auf dem Pferd können dann direkt verglichen werden.
    – 20.3.2013

    Bild oben: Das Neustädter Team, Bill Greenwood von Racewood Ltd. und der Jumping Simulator auf der Equitana.

     

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    Mikrochip-Transponder – ein zuverlässiges Verfahren zur Kennzeichnung von Pferden

    Die Kennzeichnung von Pferden mittels Brandzeichen und Mikrochip-Transpondern wird kontrovers diskutiert und stellte auch bei der Novellierung des Tierschutzgesetzes ein strittiges Thema dar. Neue Untersuchungsergebnisse aus der Veterinärmedizin blieben in der Diskussion bislang unberücksichtigt. Im Oktober 2012 hat die Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der SPD-Bundestagsfraktion ein Gutachten von Wissenschaftlern des Graf-Lehndorff-Instituts und der Tierärztlichen Hochschule Hannover eingeholt, das auch im Januarheft des Deutschen Tierärzteblattes wiedergegeben wurde. Mit diesem Beitrag sollen Reitern, Züchtern und Tierärzten wissenschaftlich fundierte Informationen zum Brennen und zur Zuverlässigkeit der Mikrochip-Kennzeichnung von Pferden zugänglich gemacht und objektive Argumente zur aktuellen Diskussion beigetragen werden. (zum Aufsatz im Deutschen Tierärzteblatt) – 4.3.2013

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    Lampenfieber: Nicht bei Turnierpferden, sehr wohl aber bei Reitern

    Wie reagieren Pferde, wenn sie ein Schauprogramm vor Publikum zeigen? Offenbar völlig anders als ihre Reiter. Ein Team von der Vetmeduni Vienna weist in einer neuen Studie nach, dass Reiter deutlich mehr Stress erleben, wenn sie bei einer öffentlichen Vorführung auftreten. Die Pferde haben jedoch gleich viel Stress, egal ob im Training oder vor Publikum. Diese völlig unerwarteten Ergebnisse wurden soeben in der Zeitschrift „The Veterinary Journal“ veröffentlicht. - 21.2.2013

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    Süddeutscher Körungssieger aus Embryotransfer am Graf-Lehndorff-Institut

    Quaterstern, Sieger Dressur bei der Hengstkörung der Süddeutschen Verbände am 17. November in Neustadt (Dosse) stammt aus dem gemeinsamen Embryotransferprogramms des Graf-Lehndorff-Instituts und der Neustädter Gestüte. Von Quaterback aus der Neustädter Elitestute Poetin III, wurde Quaterstern von der Stute Montana ausgetragen und geboren. Für 130.000 € auf der Auktion verkauft, ist der Hengst künftig im gemeinsamen Besitz der Landgestüte von Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen und wird 2013 auf der Besamungsstation Prussendorf in Sachsen-Anhalt, aufgestellt. – 22.11.2012

     

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    Das Ende einer Ära? Pferde-Brandzeichen sind zu oft unleserlich

    Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass das Brennen von Fohlen zu Stressbelastungen führt. Viele Pferdezüchter sind jedoch weiterhin davon überzeugt, dass Brandzeichen die beste Art sind, ihre Tiere zu kennzeichnen. Erstaunlicherweise hat noch niemand untersucht, ob die Brandzeichen später auch verlässlich lesbar sind. Jörg und Christine Aurich und ihr Team von der Vetmeduni Vienna fanden jetzt heraus, dass erfahrene Tester Brandzeichen bei nur 40 Prozent einer Gruppe von knapp 250 Pferden korrekt notierten. Die Ergebnisse wurden soeben in der Zeitschrift „The Veterinary Journal“ veröffentlicht.
    – 27.8.2012

    Brandzeichen eines 5jährigen Deutschen Sportpferdes – Verbandsbrand gerade noch zu lesen, Nummernbrand nicht identifizierbar

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    Beugen oder Strecken – Wie belastend ist die Hyperflexion für Pferde?

    Das Training für pferdesportliche Wettbewerbe ist sowohl für Pferde als auch Reiter anstrengend und oft mit Stress verbunden. Während aus der Sportmedizin einzelne Ergebnisse auch auf Reiter übertragen werden können, gibt es kaum Untersuchungen zum Stress von Pferden im Reitsport. Insbesondere die Position von Kopf und Hals des Pferdes wird kontrovers diskutiert, ohne dass die sich widersprechenden Schulen bislang auf wissenschaftlich abgesicherte Daten zurückgreifen können: soll der Hals des Pferdes vorwärts-abwärts gestreckt sein oder ist die Hyperflexion, bei der der Hals des Pferdes extrem abgebeugt wird und der Kopf fast die Brust berührt, eine erfolgversprechende und vertretbare Ausbildungsmethode? Das Team von Christine Aurich an der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat den Stress von Pferden in beiden Trainingssystemen verglichen und erstaunlicherweise nur ganz wenige Unterschiede gefunden. Die Ergebnisse sind vor kurzem in der Online-Version der Zeitschrift Journal of Animal Physiology and Animal Nutrition erschienen. – 18.7.2012 –

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    Kurz und schmerzhaft? Wie man Fohlen am besten von ihren Müttern entwöhnt

    Die Entwöhnung von der Mutter ist für Pferdefohlen eine sehr belastende Zeit. Ein Team um Christine Aurich von der Vetmeduni Vienna hat diese Phase im Leben junger Pferde genauer untersucht und kam zu überraschenden Ergebnissen. So sind die jungen Tiere extremem Stress ausgesetzt, egal, auf welche Weise die Trennung passiert. Verbringen die Fohlen diese Zeit jedoch in der Gesellschaft ihnen vertrauter Stuten, so werden sie mit der Situation am besten fertig. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Stress“ veröffentlicht. - 7.10.2011 -

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    Gebrannte Pferdekinder: Mikrochips zu implantieren stresst Fohlen gleich stark wie das Markieren mit Brandzeichen

    Wie man Fohlen an besten markiert, gehört zu den kontrovers diskutierten Themen unter Pferdezüchtern. Viele Tierärzte bevorzugen das Implantieren von Mikrochips gegenüber der traditionellen Methode des Fohlenbrennens mit Brandzeichen. Vertreter von Pferdezuchtverbänden bestreiten wiederum, dass das Fohlenbrennen den Tieren Stress und Schmerzen verursacht. Doch wie erleben das die Fohlen selbst? Ein Forschungsteam um Christine Aurich von der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat diese Frage untersucht, ihre überraschenden Ergebnisse sind soeben in der renommierten Fachzeitschrift „The Veterinary Journal“ online erschienen.
    - 3.10.2011 -

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Georg Graf von Lehndorff (1833-1914)

Georg Graf Lehndorff war einer der wegweisenden Persönlichkeiten der deutschen Pferdezucht. Nach 16 Jahren als Kavallerieoffizier wechselte er 1866 zur preußischen Gestütverwaltung und übernahm die Leitung des Hauptgestüts Graditz. Von 1888 bis 1912 war Lehndorff als Oberlandstallmeister Chef aller preußischen Staatsgestüte und für einen erheblichen Ausbau der staatlichen Pferdezuchtförderung Preußens verantwortlich. In seine Dienstzeit fallen umfangreiche Neubauten in Trakehnen, Neustadt, Graditz und Celle sowie eine annähernde Verdoppelung der Zahl der Landbeschäler. Das persönliche Interesse Lehndorffs galt vor allem der Vollblut- und der Halbblutzucht. Seine Erfahrungen fasste er in dem zwischen 1881 und 1906 in 5 Auflagen erschie-nenen Handbuch für Pferdezüchter zusammen, das sich mit der Pferdezucht einschließlich Frucht-barkeit, Trächtigkeit, Geburtshilfe und Fohlenkrankheiten befasst.

 







Bild oben: Georg Graf von Lehndorff

Bild unten: Dr. Karl Graf von Lehndorff, Urenkel des Namensgebers bei der Eröffnungsfeier des Graf-Lehndorff-Instituts zusammen mit Prof. Dr. Christine Aurich